Beer Alex: Der zweite Reiter

Alex Beer: Der zweite Reiter

Ein Fall für August Emmerich

Erschienen im Limes Verlag 2017

Vorweg gesagt; ich war auf der Suche nach einem wirklich guten Kriminalroman. Und da ich die Nase voll habe von der Schwemme an Thrillern mit schwachen Plot und völlig unrealistischen Figuren die sich durch  Blutrünstigkeit definieren, habe ich zu diesem Buch gegriffen. Denn „Kriminalroman“ auf dem Cover und ein  historischer Hintergrund lassen hoffen, dass man zumindest von  unnötigen Cyber-Aktivitäten und Profiler-Schnickschnack sicher ist.

Wien im Jahr 1919. Der Krieg ist gerade vorbei und vom alten Glanz der Monarchie ist kaum mehr etwas spürbar, es herrscht  Chaos und vor allem Hunger und Armut. In der Stadt tummeln sich traumatisierte Soldaten und die verzweifelte und geschwächte  Bevölkerung hat auch nichts zu lachen. Viele wollen das Land verlassen und hoffen auf ein besseres Leben in der Ferne, vor allem die Länder Südamerikas scheinen reizvoll.  Als der  erfahrene Polizeiagent August Emmerich, die Leiche eines  angeblichen Selbstmörders entdeckt, wird er skeptisch und  nimmt die Witterung auf. Diese führt ihn zurück in die Zeit des grausamen Krieges und in die Machenschaften korrupter Geschäftemacher, die auch vor dem Leid der Menschen nicht zurückschrecken.

Die düstere und morbide Stimmung des Romans, der sympathische Ermittler und sein noch „grüner“ Assistent aber vor allem die Schauplätze (ich werde mir einige bei meinem nächsten Wienbesuch genauer ansehen) haben mir ein angenehmes Lesevergnügen bereitet und mich neugierig auf weitere Fälle gemacht. Eine solide, gut recherchierte Kriminalgeschichte!

Nur der Titel?? Ich werde der Autorin schreiben und sie fragen – denn ich konnte absolut keine Verbindung zum Buch herstellen.

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