Ruurs Margriet, Nizar Ali Badr: Ramas Flucht


Rama erzählt von ihrem Zuhause:

Damals waren wir frei

Wir konnten spielen und in die Schule gehen.

Wir konnten zum Markt gehen und Obst und Gemüse kaufen

Wir konnten lachen, reden und mit den Nachbarn Tee trinken. Immer drei Tassen.

 

     Sie erzählt von ihrer Flucht:

Wir gingen bis ans Ende der Welt. Vor uns lag das Meer.

Voller Hoffnung stiegen wir in ein Boot. Alle beteten.

Ich hatte große Angst, als hohe Wellen gegen unser kleines Boot schlugen.

Nicht alle kamen sicher über das Wasser.

Wir beteten für die, deren Reise im Meer zu Ende ging.

 

Sie erzählt von ihrem Ankommen:

Endlich waren wir in unserer Zukunft angekommen.

Neue Nachbarn begrüßten uns mit offenen Armen.

Bleibt hier! Jetzt seid ihr sicher, hier ist kein Krieg.

 

Nun das Thema Flucht wird ja mittlerweile in vielen Büchern, insbesondere auch in Bilderbüchern, bearbeitet. Aber diese einzigartige Weise das Geschehen in Form von Steinbildern auszudrücken ist schon bemerkenswert und sehr berührend.

Die kanadische Autorin und der syrische Bildhauer haben mit diesem  Buch ein kleines Kunstwerk geschaffen, das in Deutsch und Arabisch geschrieben ist.

In meinen Kopf schwirren schon die Ideen wie ich dieses Buch in meinen nächsten Workshop, den ich vor Lehrern halten werde, einbaue. Ja meine Damen und Herren da heißt es dann ab auf die Knie und der Kreativität freien Lauf lassen…

 

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