Lux Lana: Kukolka

Lana Lux eine ukrainische Schriftstellerin, die heute mit ihrer Familie in Berlin lebt, legt uns nun ihren ersten Roman mit dem Namen „Kukolka“ vor. Schaut euch mal das Cover an, ich finde es genial und vor allem hat es mich gleich neugierig gemacht.

Die Geschichte ist in den 1990er Jahren in der postsowjetischen Ukraine angesiedelt und wird aus der Perspektive eines Kindes erzählt, von dem Mädchen Samira, die immer wieder, vor allem wegen ihres dunklen Teints und den rabenschwarzen Haaren, als Zigeunerin bezeichnet wird. Aber sie selbst hat keine Ahnung woher sie stammt, sie fragt sich sogar ob sie überhaupt je eine Mutter hatte, oder ob ihr Leben auf den Stufen des Kinderheimes begonnen hat. Samira erzählt; und sie erzählt intensiv aber immer mit einer gewissen kindlichen Naivität und Leichtigkeit, die der Geschichte guttut und sie lesbar und verträglich macht, denn was sie zu sagen hat ist grausam, schrecklich und menschenunwürdig. Die Jahre im Heim, Brutalität, Hunger und Lieblosigkeit, nur ihre einzige Freundin Marina bringt ein wenig Trost, die aber das Glück hat von einem deutschen Paar adoptiert zu werden. Es folgt fast eine klassische „Oliver Twist Story“, das Leben auf der Straße, die Abhängigkeit zu Rocky, der sie in seine Bande aufnimmt und…..

Mehr möchte ich nicht erzählen;  selberlesen!

Zurück zum Cover: Samira, von vielen Kukolka (Püppchen) genannt, hat so viel Düsterheit in ihrem Leben erfahren, dass sie sich diese Farbenpracht, meiner Meinung nach redlich verdient hat.

erschienen 2017 im Aufbau Verlag

Schockiert hat mich das es diese Ausbeutung insbesondere von Frauen und den Menschenhandel, heute täglich auch in unseren Landen gibt. Wen es interessiert in der Presse gibt es einen informativen Artikel zum nach lesen.

http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1381019/Oesterreich-ist-mittendrin-im-Menschenhandel-

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