Meyer Deon: Fever

 

Tatsache ist: Ich mag generell keine Katastrophengeschichten  und solche mit Weltuntergangsszenario schon gar nicht.

Deshalb war ich nicht gerade erfreut, als ich die ersten Infos zum neuesten Buch, meines Lieblingskrimiautors aus Südafrika, Deon Meyer, las. Fieberepedemie, fast vollständige Ausrottung der Menschheit, überlebende Helden..

Und dann das:

„Ich will vom Fieber erzählen, von unserer Stadt Amanzi und von dem Mord an meinem Vater Willem“, mit diesen Worten des 13jährigen Nicolaas Storm beginnt der  dystopische Roman, der mich auf 700 Seiten in ein spannendes Epos hineinzog.

Nachdem das Fieber 95% der Menschheit dahin gerafft hat, irren Nicolaas und sein Vater durch ein gesetzloses fast menschenleeres Südafrika. Auf der Suche nach einem neuen, sicheren Platz zum Leben stossen sie nicht nur auf wilde Tiere, sondern vor allem auf herumziehende, bewaffnete Banden, die ihre eigenen gefährlichen Ideologien ausleben.

Doch Nicolaas Vater, Willem Storm, lässt sich nicht entmutigen, er hält unermüdlich an seinem Plan fest und schafft es mit eisernem Willen und harter Arbeit seine Vision zu verwirklichen. Er gründet die Stadt Amanzi, die für eine bessere Zukunft steht, die ein  Hort der Sicherheit werden  und ein friedliches Miteinander ermöglichen soll. Schon bald zieht sie Menschen  aus dem ganzen Land  an, die endlich aus diesem Albtraum aussteigen und zu einem normalen Leben zurückfinden möchten.

Aber wie entwickelt sich eine Gesellschaft neu, welche Ordnung entsteht, werden alte Strukturen urteilsfrei  übernommen und wie überlebt man, wenn nichts mehr funktioniert und die Lebensmittel knapp werden? Das waren für mich die großen Fragen in diesem Buch, das mich dermaßen beschäftigt hat, wie schon lange kein anderes. 700 Seiten Spannung pur! Ein postapokalyptischer Schauplatz ohne Monster und übersinnlichen Wesen, sondern ein durchaus nachvollziehbares Szenario, das (zwar unwahrscheinlich) zu Realität werden könnte, was die Geschichte  umso faszinierender, fesselnder und erschreckender macht.

Mein Tipp:

Deon Meyer gilt als einer der bekanntesten und beliebtesten Krimi-Autoren Südafrikas. Mit dem eigenwilligen und besten Polizisten Kapstadts, Bennie Griessel, haben seine Bücher schon fast Kultstatus erreicht. Allen Krimifans und Südafrika-Interessierten unter euch, möchte ich vor allem „Dreizehn Stunden“ ans Herz legen. Ein Krimi, wie ich ihn mag!

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