Weigold Christof: Der Mann, der nicht mitspielt

Meine Damen und Herren hier ist es! Das Buch für alle Hollywood Fans!

Hollywood 1921: Hardy Engels erster Fall

(Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit)

Eigentlich wollte, der aus Deutschland ausgewanderte, Hardy ganz groß im Filmgeschäft herauskommen und ein großer Stummfilmstar werden; aber da war er nicht der Einzige. Unmengen von jungen Frauen, die nichts als ihre Schönheit anzubieten hatten, Lebenskünstler, Gauner und Verzweifelte strömten in den 20er Jahren in die Stadt, in der alles möglich zu sein schien und die doch nur den Wenigsten Glanz und Glorie brachte. Nach einigen kleineren Jobs als Statist und zunehmend pleite versucht sich Hardy schließlich als Privatdetektiv und wird in einen der größten Skandale und Kriminalfälle der wachsen Filmindustrie hineingezogen.

Der berühmte Komiker FattyArbuckle, der mit Leinwandgrößen wie StanLaurel, Oliver Hardy oder Buster Keaton drehte, wird beschuldigt für den Tod des hübschen Starlets Virginia Rappe verantwortlich zu sein. Diese starb qualvoll, nachdem sie auf einer verruchten Party von  Fatty plötzlich unter starken Schmerzen im Unterleib geklagt hatte, zwei Tage später an einem unbehandelten Blasenriss. Hardy Engel bemerkt schon bald, dass an der ganzen Sache etwas faul ist und wird durch seine Recherchen zum unkalkulierbaren Risiko für einige Filmstudios, die unbedingt einen Skandal zu vermeiden versuchen. Denn immer mehr formiert sich die Liga der  puritanischen Amerikaner, für die der Lifestyle in Hollywood schon fast als satanisches Werk angesehen wird.  Sitte und Anstand sollen wieder einziehen und dafür  müssen Exempels statuiert werden und  Köpfe rollen (oft nicht die richtigen) und als Weisheit letzter Rat wird eine eigene Ethikkommission eingeführt, die als oberste moralische Instanz gilt.

Hardy Engel ist getrieben die Wahrheit ans Licht zu bringen. Das kostet ihn zwar den gut bezahlten Job, aber in guter alter Hollywoodmanier kann er sich am Ende doch noch selbst in die Augen schauen.

Dies war Hardy Engels erster Fall, andere sollen folgen. Sehr amüsant das Eintauchen in die glamourösen  Anfänge der Film Ära, die meisten Personen des Buches gab es wirklich und der Autor hält sich ziemlich genau an die historischen Vorlagen.  Eine lesenswerte Detektivgeschichte, die das Zeug zum Film hätte. Zwischendurch gibt es zwar einige Längen, über die ich gutmütig hinwegsehe und –lese.

Erschienen 2018 bei Kiepenheuer & Witsch.

 

 

 

 

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