Lewis Gill: Der Klang der Freiheit

Ich heiße Rami und ich bin immer noch am Leben!

In einem kleinen Boot.

Mit einem Funken Hoffnung.

Im stürmischen Wind, auf hoher See.

Ganz alleine ohne Familie und Freunde hat er sich auf den Weg gemacht, in einem Boot, das man eigentlich gar nicht als solches bezeichnen kann. Ein paar Schichten Plastik trennen die Frauen, Kinder und Männer vom tiefschwarzen Wasser. Jemand teilt sein Fladenbrot und der junge Mann reicht die Wasserflasche weiter, nur Rami  hat nichts zum Geben, nichts als Austausch. Er hat nur seine Geige gerettet und in jener Nacht, in der er sich denkt, dass er „Nichts“ ist, bloß eine handvoll Sternenstaub, teilt er seine Musik, die, die  Geschichte  vom  Hütejungen Suke lebendig werden lässt, der ein schneeweißes, wildes Fohlen vor dem Tod rettet.  Die aufregende und sehr bewegende Erzählung über den Mut und die Stärke immer für seine Freiheit zu kämpfen, gibt der kleinen Schicksalsgemeinschaft Hoffnung in ihrer fast aussichtslosen Lage.

Ein dünnes Büchlein, das berührt und mich nachdenklich zurücklässt. So viele Menschen die fliehen, so viele Schicksale…. Und ich, bin ich schon abgestumpft, schier der Flut an Informationen, der unzähligen Berichte und der endlosen Diskussionen der letzten Jahre. Ja, zum Teil schon…. und gerade deshalb sind diese Bücher so wichtig, weil sie uns nicht vergessen lassen.

Erschienen bei arsEdition und empfohlen von 10 – 12 Jahre (ja aber hier wieder die alte Geschichte ….jedes gute Kinderbuch kann auch ein Schatz für uns „Große“ sein.)

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